Ein Wörtchen zu unseren Prüfungen
- Zanshin Karate Berlin

- 15. Feb. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Prüfungen sind ein wichtiger Bestandteil des Trainings. Sie sind weder Spaßveranstaltungen noch Einnahmequellen, sondern eine Anerkennung für kontinuierliche Arbeit, Disziplin, Fortschritte und das Einhalten der Dojo-Regeln.
Die Teilnahme an einer Prüfung erfolgt ausschließlich nach Zulassung durch die Trainer. Es besteht kein automatischer Anspruch darauf – auch nicht nach Ablauf bestimmter Zeiträume. Jeder Schüler entwickelt sich individuell: manche kommen schneller voran, andere langsamer. Manche beherrschen einen Teil sehr gut, hinken aber bei anderen hinterher. Und das ist ein normaler Teil des Vorankommens. Ebenso gibt es Unterschiede in der Trainingshäufigkeit – Manche kommen fünfmal die Woche zum Training, andere einmal alle drei Wochen..
Voraussetzungen für eine Prüfung
Damit eine Teilnahme an einer Prüfung möglich ist, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
Regelmäßigkeit: mindestens 80 % Anwesenheit in den letzten 4 Monaten (Prüfungen bis Weiß-Gelb) bzw. in den letzten 6 Monaten (für alle weiteren Prüfungen)
Technisches Können: sicheres Beherrschen des gesamten Prüfungsprogramms, einschließlich Begriffe, Kihon, Kata und Kumite.
Verhalten: respektvolles Auftreten und Einhalten der Dojo-Regeln im Unterricht
Wie lange dauert es bis zur nächsten Prüfung?
Im Durchschnitt benötigt jemand 8 bis 12 Monate, um ein Prüfungsprogramm sicher zu beherrschen. Das heißt, ohne Anweisungen und Nachfragen alles zeigen zu können. Da jedes Programm auf dem vorherigen aufbaut, steigen die Anforderungen mit jeder weiteren Prüfung.
Objektive und faire Bewertung
Die Bewertung, wer Prüfung machen sollte, erfolgt durch das Trainerteam, das aktuell aus fünf Trainer/innen besteht. Alle Beobachtungen werden gemeinsam besprochen, sodass eine faire und objektive Entscheidung gewährleistet ist.
Wir laden erst zu einer Prüfung ein, wenn wir uns zu 90% sicher sind, dass jemand die Prüfung bestehen wird. Wir haben keinen Spaß daran, unvorbereitete Schüler/innen durchfallen zu lasssen!
Unterschiedliche Wege, gleiche Chance
Es gibt Kinder, die auch nach zwei Jahren Training noch nicht prüfungsreif sind, und andere, die nach der Mindestfrist sogar eine Stufe überspringen können. Der Unterschied liegt in der Einstellung und im Einsatz:
Unregelmäßiges Erscheinen, fehlende Aufmerksamkeit oder lustloses Ausführen führen zu langsamerem Fortschritt.
Wer regelmäßig mit voller Konzentration und Motivation trainiert – ob bei Kata, Kumite oder Grundlagen – entwickelt sich schneller und kann sogar mehrere Programme parallel meistern.
Andererseits haben wir eine breite Palette an Menschen in unserem Dojo: kleine Kinder, ältere Erwachsene, Menschen mit einer Behinderung. Jeder wird bewertet im Rahmen seiner Möglichkeiten und nicht mit einem Messband. Daher kann das talentierte Kind, das Techniken zu 50% ausführt, strenger bewertet werden, als die Senioren oder die Kinder mit einer Behinderung, die Techniken zwar anscheinend schlechter ausführen, jedoch mit 110% Einsatz.
Am Ende gilt für alle: Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, die Techniken im Rahmen der eigenen Möglichkeiten sitzen und das Verhalten stimmt, dann ist auch die nächste Prüfung in Reichweite.




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